Woher kommt eigentlich die Heizwärme für die WP und wie kommt sie ins Haus?
Es gibt grundsätzlich drei Energie-Quellen, das sind: Luft, Grundwasser (Sole) und Erdreich
und es gibt zwei Träger-Medien für den Wärmetransport: Luft und Wasser.
Daraus ergeben sich jetzt die verschiedenen WP-Typen:
Holt sich die WP die Wärme aus dem Erdreich oder Grundwasser, dann ist das Medium i.d.R. Wasser/Sole, kommt die Wärme aus der Außenluft, dann ist es Luft. Und von der WP ins Haus kommt die Wärme entweder über das Heizungswasser oder -Luft.

Wasser-Wasser-WP
Diese WP nutzt die Wärme aus fließenden Gewässern, Grundwasser oder aus einem Brunnen und erwärmt damit das Heizungswasser.

Sole-Wasser-WP
Sole-Wasser-WP nutzen die Erdwärme zum einen mit Erdkollektoren (in der Erde verlegte Röhren) oder mit sog. Erdsonden.

Luft-Wasser-WP
Die Luft-Wasser-WP ist die im privaten Bereich wohl am häufigsten verbaute Variante, da hier teure Erd- oder Bohr-Arbeiten entfallen.

Luft-Luft-WP
Bei der Luft-Luft-WP kommen meist sog. Kälte-Splittanlagen zum Einsatz, sie sind auch bekannt als Klimaanlagen mit kleineren Leistungen. Wer eine dezentrale Heizung / Kühlung für wenige Räume plant, der hat hier evtl. eine Alternative. Doch Achtung: zu Inbetriebnahme ist ein "Kälteschein" erforderlich, denn in der Verbindung zwischen Innen- und Außengerät befindet sich Kältemittel!

Was wollen Sie?
Die Luft-Wasser-WP ist in Deutschland die am häufigsten eingesetzte WP für Wohnhäuser. Hier gibt es viele Varianten, sei es beim Kältemittel (R32, R290) oder in Leitungsklassen von 5 kW bis rund 20 kW und für größere Wohnblöcke sogar noch größere.
Da kann man für fast jedes Wohngebäude eine passende Anlage finden!
Die Wahl der Qual!
Wärmepumpen, oder auch Klimageräte, gibt es viele. Aber was passt zu mir, bzw. zu meiner Heizungsanlage?
Das ist eine gute Frage und deshalb hier noch ein paar Gedanken dazu - was ist für mich wichtig?
Das Kältemittel
Die WPs mit HFKW sind zwar billiger, aber diese sind über kurz oder lang "Auslaufmodelle"; d.h. aufgrund der F-Gase-VO werden die alle in den nächsten 10 bis 15 Jahren vom Markt verschwinden, weil sie zum einen Ozon schädigend wirken und zum anderen zur Klimaerwärmung beitragen. Daneben gibt es seit ein paar Jahren WPs mit reinen KWs, wie z.B. R290 (Propan). WPs mit diesem Kältemittel können sogar bei noch tieferen Temperaturen Wärme abpumpen.
Split- oder Monoblock
Split bedeutet, dass es eine Innen- und eine Außeneinheit gibt, zwischen denen häufig das Kältemittel kreist. Diese dürfen nur von Leuten mit Kälteschein aufgebaut werden!
Daneben gibt es sog. Wasser-Split, bei denen lediglich Heizungswasser zwischen Innen- und Außengerät zirkuliert und Monoblock-WPs mit und ohne Innen-gerät.
... Und hier darf jeder dran, der das notwendige handwerkliche "Geschick" mitbringt und nichts am Kältekreislauf manipuliert!
Hybridanlage und Bivalenzpunkt
Ich persönlich bevorzuge die Hybrid-Variante, da ich auf meine bewährte thermische Solaranlage nicht verzichten will und bei sehr tiefen Temperaturen doch noch mit Scheitholz dazu heizen will.
Deshalb habe ich den Bivalenzpunkt bei mir mit -7,5°C festgelegt, d.h. bis zu dieser Temperatur arbeitet die WP und wenn es doch kälter wird, dann darf der gute alte Holzvergaser für Wohlfühlwärme sorgen.
SCOP und Temperaturen
Unter dem SCOP (seasonal coefficient of performance) versteht man die Leistungszahl einer Wärmepumpe, welche die Energieeffizienz angibt. Der SCOP steht für das Verhältnis von erzeugter Wärmeleistung zu der Menge an eingesetztem Strom.
Allerdings gilt es zu bedenken, dass bei sinkender Außentemperatur dieser SCOP-Wert immer weiter abnimmt, also schlechter wird.
Deshalb, und im Falle eines WP-Ausfalls habe ich mich für die Hybrid-Variante entschieden.
Meine Wahl:
LG Therma V R290 Monobloc Wärmepumpe, HM073HF.UB40 - 7 kW
... und die passende Inneneinheit.
Bild links und oben: LG Electronics Deutschland in Eschborn

Anschluss-
Schema
Dies ist ein Anschluss-Vorschlag der Fa. LG Electronics Deutschland GmbH, Eschborn.
So, oder so ähnlich sollten die Außen- und die Inneneinheit an den bestehenden Wärmespeicher angeschlossen werden.
Schema / Bild: LG Electronics Deutschland in Eschborn

Vielleicht noch ein Schlussgedanke ..
Meine Vorteile bei der Hybrid-Variante:
Ich wollte von Anfang an meine bewährte Heizungsanlage behalten, das kann ich am besten mit der Hybrid-Variante.
Zum anderen möchte ich noch die sog. elektrische Backup-Heizung der WPs ansprechen. Sie kann und soll beim Ausfall der WP als Wärmeerzeuger einspringen, sie kann allerdings bei einigen Modellen auch zum schnellen Abtauen der Außeneinheit im Winter eingesetzt werden. Häufig hat sie etwa die gleiche Wärmeleistung wie die WP, hat die WP eine Leistung von 7 kW, dann liegt die Backup-Heizung etwa bei derselben Leistung, was natürlich im Notfall über einen längeren Zeitraum richtig teuer werden könnte.
Im Falle einer Hybrid-Anlage kann die Backup-Heizung deutlich kleiner ausgelegt werden; ich beabsichtige sie daher auf etwa 30% bis 50% der WP-Leistung auszulegen. Damit ist ein schnelles Abtauen der Außeneinheit ebenfalls noch gewährleistet, aber die Betriebskosten bleiben dann noch moderat. Und weil jetzt der maximale Stromverbrauch der WP deutlich reduziert ist, kann eine PV-Anlage mit 10 bis 14 kWp und entsprechendem PV-Speicher wesentlich effektiver zum Betrieb der WP eingesetzt werden.
Als WP favorisiere ich die LG Therma V R290 Monobloc Luft-Wasser-Wärmepumpe, HM071HF.UB40, 230 V, 7 kW, da sie keinen Drehstrom benötigt und zum anderen das nahezu klimaneutrale und nicht Ozon schädigende Kältemittel R290 (Propan) benutzt.
Bei der PV-Anlage schwanke ich noch, aber auch hier könnte ich mir durchaus die Komponeneten von LG Electronics vorstellen, weil diese Geräte direkt miteinander kommunizieren können und dadurch einen hohen Wirkungsgrad ermöglichen.
